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Elektroheizung: Kosten, Verbrauch und wann sie sinnvoll ist

Helles Bad mit weißem Handtuchheizkörper, Heizstab unten rechts und Kabel zur Steckdose außerhalb der Dusche

Kurz beantwortet

Die Kosten einer Elektroheizung: Leistung in kW × Stunden × Strompreis. Bei 37,0 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt, Stand 08/2026) kostet ein 1.000-W-Heizstab höchstens 0,37 € pro Stunde, bei einer Stunde täglich rund 11 € im Monat. Für Bad, Gäste-WC und Übergangszeit mit kurzer Laufzeit ist das vertretbar. Je kWh Wärme kostet Strom direkt rund dreimal so viel wie Gas oder eine Wärmepumpe mit Haushaltsstrom. Als Hauptheizung einer ganzen Wohnung wird das teuer.

Sie überlegen, das Bad, ein Gäste-WC oder ein einzelnes Zimmer elektrisch zu heizen, und fragen sich: Wird das ein Stromfresser? Was die Elektroheizung kosten wird, hängt an zwei Dingen: an der Leistung des Geräts und daran, wie viele Stunden es wirklich heizt. Kurz und gezielt eingesetzt bleibt es bei wenigen Euro im Monat. Als Dauerheizung für die ganze Wohnung wird es teuer.

Wir rechnen mit echten Geräteleistungen aus unserem Sortiment, etwa mit den Heizstäben der elektrischen Badheizkörper und den kleinen Handtuchwärmern. Jeder Strompreis trägt Quelle und Stand. Für Ihre eigene Rechnung setzen Sie einfach den Arbeitspreis aus Ihrer Stromrechnung ein.

Was kostet eine Elektroheizung pro Stunde und im Monat?

Die Rechnung ist einfach: Leistung in Kilowatt × Betriebsstunden × Strompreis. Ein Gerät mit 1.000 W, also 1 kW, braucht in einer Stunde unter Volllast 1 kWh Strom. Als Strompreis nehmen wir den Durchschnitt für Haushalte: 37,0 ct/kWh laut BDEW-Strompreisanalyse, Datenstand August 2026. Ihr Tarif kann darüber oder darunter liegen.

Stromkosten einer Elektroheizung bei 37,0 ct/kWh (BDEW, Stand 08/2026), 30-Tage-Monat, Höchstwerte bei Volllast
Gerät und Leistung Kosten pro Stunde pro Monat bei 1 h täglich pro Monat bei 3 h täglich
190 W: Handtuchwärmer PLUG-AND-HEAT rund, 60 × 120 cm (Datenblatt) 0,07 € 2,11 € (5,7 kWh) 6,33 € (17,1 kWh)
600 W: Heizstab im elektrischen Badheizkörper 0,22 € 6,66 € (18 kWh) 19,98 € (54 kWh)
1.000 W: Heizstab im elektrischen Badheizkörper 0,37 € 11,10 € (30 kWh) 33,30 € (90 kWh)
2.000 W: Heizlüfter oder Konvektor (zum Vergleich) 0,74 € 22,20 € (60 kWh) 66,60 € (180 kWh)

Ein Beispiel aus dem Alltag: Im Bad mit 6 m² läuft morgens ein elektrischer Badheizkörper mit 600-W-Heizstab eine Stunde lang. Das kostet höchstens 22 ct am Tag und knapp 7 € im Monat. Kommen abends zwei Stunden dazu, sind es höchstens rund 20 € im Monat.

Warum die Nennleistung nur die Obergrenze ist

Die Tabelle rechnet mit Volllast. Ein Heizstab mit Regler läuft aber nicht ununterbrochen. Unsere ROTHLER-Heizstäbe halten den Heizkörper laut Datenblatt auf einer eingestellten Temperatur zwischen 30 und 70 °C. Ist sie erreicht, schaltet der Stab ab und heizt erst nach, wenn der Heizkörper abkühlt.

Wichtig dabei: Der Regler misst die Temperatur des Heizkörpers, nicht die des Raums. Die volle Leistung fließt vor allem beim Aufheizen. Wie viel Zeit danach im Takt dazukommt, hängt von Solltemperatur, Raumtemperatur, nassen Handtüchern und der Größe des Heizkörpers ab. Eine feste Prozentzahl dafür gibt es nicht, deshalb zeigt die Tabelle, was Sie höchstens zahlen.

Was kostet eine 2.000-Watt-Elektroheizung pro Stunde?

Eine Elektroheizung mit 2.000 W verbraucht unter Volllast 2 kWh pro Stunde. Bei 37,0 ct/kWh sind das 74 ct pro Stunde. Läuft ein solcher Heizlüfter oder Konvektor drei Stunden am Tag, kostet das rund 2,22 € täglich und etwa 67 € im Monat. Hat das Gerät einen Thermostat, der bei warmem Raum abschaltet, liegt der Wert darunter.

Wie viel Strom verbraucht eine Elektroheizung?

Jede Elektroheizung, die direkt mit Strom heizt, macht aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme. Fachleute nennen das Stromdirektheizung: Der Strom fließt durch einen elektrischen Widerstand, der sich erwärmt. Das gilt für Heizlüfter, Konvektor und Infrarotheizung genauso wie für den Heizstab im Badheizkörper.

Der Stromverbrauch der Elektroheizung hängt deshalb nicht an der Bauart, sondern an der Wärme, die der Raum braucht. Ein großer, schlecht gedämmter Raum braucht viel Wärme, ein kleines Bad mit geschlossener Tür wenig. Ein Elektroheizkörper mit mehr Watt liefert mehr Wärme pro Stunde. Er heizt schneller auf, die kWh kostet aber genauso viel.

Welche Elektroheizung verbraucht am wenigsten Strom?

Am wenigsten verbraucht und am günstigsten heizt die Elektroheizung, die nur so lange läuft, wie Sie die Wärme brauchen. Drei Punkte entscheiden darüber:

  • Regelung: Ein Regler schaltet ab, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist. Ein Gerät ohne Regler läuft mit voller Leistung weiter, bis Sie es ausschalten.
  • Zeitschaltung: Ein Timer begrenzt die Laufzeit. Unsere ROTHLER-Heizstäbe und die PLUG-AND-HEAT-Handtuchwärmer mit runden oder eckigen Rohren haben laut Datenblatt einen Timer bis 8 Stunden. Nicht jedes Modell hat einen, prüfen Sie das vor dem Kauf.
  • Passende Aufgabe: Wer nur Handtücher trocknen will, braucht kein Gerät mit 1.000 W. Ein Handtuchwärmer mit 100 bis 250 W trocknet Handtücher, reicht aber meist nicht, um ein Bad auf 24 °C zu heizen.

Ob Infrarotheizung oder Konvektor: An der Umwandlung von Strom in Wärme ändert die Bauart nichts. Unterschiede gibt es darin, wie sich die Wärme im Raum verteilt. Für die Kosten zählen Leistung und Laufzeit.

Was kostet es, eine ganze Wohnung mit Strom zu heizen?

Ganz anders sieht es aus, wenn die Elektroheizung die ganze Wohnung heizen soll. co2online nennt für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus mit Erdgas einen mittleren Verbrauch von 8.400 kWh im Jahr und Kosten von 1.170 € (Abrechnungsjahr 2025). Mit Wärmepumpe liegen die mittleren Kosten dort bei 715 €.

Direkt mit Strom braucht dieselbe Wohnung etwas weniger Energie als mit Gas, weil die Verluste des Kessels wegfallen. Nehmen wir grob 7.000 bis 8.400 kWh Strom an, ergibt das bei 37,0 ct/kWh rund 2.600 bis 3.100 € im Jahr. Das ist eine grobe Rechnung, die Größenordnung ist aber eindeutig. Sie liegt beim Zwei- bis Dreifachen von Gas und beim rund Vierfachen der Wärmepumpe.

Elektroheizung im Bad: Welche Lösung passt?

Ist eine Elektroheizung im Badezimmer sinnvoll? Oft ja, denn das Bad wird morgens und abends kurz gebraucht und soll dann schnell warm sein. Genau dafür passt eine Heizung, die nur bei Bedarf läuft. Drei Wege kommen infrage.

  • Elektrischer Badheizkörper mit Heizstab: Der Heizkörper ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die ein Heizstab erwärmt, bei unseren Serien mit 600 oder 1.000 W. Er wärmt den Raum und trocknet Handtücher. Worauf es beim Füllen ankommt, steht im Beitrag elektrischen Badheizkörper befüllen.
  • Steckerfertiger Handtuchwärmer: ein Trockenheizkörper ohne Wasser mit kleiner Leistung, beim PLUG-AND-HEAT mit runden Rohren laut Datenblatt 110 bis 190 W je nach Größe. Er trocknet Handtücher, ersetzt aber keine Raumheizung.
  • Heizstab im Warmwasser-Badheizkörper: Im Winter heizt die Zentralheizung, außerhalb der Heizperiode der Heizstab. Mehr dazu im Abschnitt zum Mischbetrieb.

Ein Heizlüfter ist im Bad höchstens eine Übergangslösung. Ob und wo er dort stehen darf, steht in seiner Anleitung. In die Nähe von Wanne oder Dusche gehört er nicht.

Wie viel Leistung Ihr Bad braucht, hängt von Fläche, Dämmung und Wunschtemperatur ab. Den Rechenweg finden Sie im Beitrag zu Größe und Leistung des Badheizkörpers. Tipps zu Temperatur und Lüften stehen unter Badezimmer richtig heizen.

Beim elektrischen Badheizkörper prüfen Sie drei Punkte: die Leistung des Heizstabs, die Schutzart (zum Beispiel IPX4) mit der Montagezone laut Anleitung und eine geeignete Steckdose außerhalb der Schutzbereiche in Kabelreichweite.

Elektrische Badheizkörper mit 600- oder 1.000-W-Heizstab

Die drei Serien haben laut Katalog ein 115 cm langes Kabel und sind mit 600 oder 1.000 W lieferbar. Weitere Formen und Farben zeigt die Kategorie elektrische Handtuchheizkörper.

Der Heizstab sitzt unten in einem Anschluss des Heizkörpers. Sein Kabel führt zu einer Steckdose, die außerhalb der Bereiche um Wanne und Dusche liegt. Seine Nennleistung bestimmt, was eine Stunde Heizen höchstens kostet.

Weißer Handtuchheizkörper mit Heizstab und rundem Regler unten am Seitenrohr, das Kabel steckt in einer Wandsteckdose
Symbolbild: Ein Heizstab mit Regler macht den Handtuchheizkörper zur Elektroheizung, betrieben über eine geeignete Steckdose außerhalb der Schutzbereiche.

Ist Heizen mit Strom billiger als Gas oder Wärmepumpe?

Nein, nicht je kWh Wärme. Beim Heizen mit Strom kostet jede kWh Wärme so viel wie eine kWh Strom. Eine Wärmepumpe holt zusätzlich Wärme aus der Umgebung, ein Gaskessel nutzt einen deutlich günstigeren Brennstoff. Die Tabelle zeigt den Rechenweg.

Was kostet 1 kWh Wärme? Durchschnittspreise Stand 2026, Rechnung: Energiepreis ÷ Wärme je kWh
Heizart Energiepreis Wärme aus 1 kWh Kosten je kWh Wärme
Strom direkt (Heizstab, Heizlüfter, Infrarot) 37,0 ct/kWh (BDEW, 08/2026) 1 kWh 37,0 ct
Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Haushaltsstrom 37,0 ct/kWh (BDEW, 08/2026) 3,4 kWh (Fraunhofer ISE) rund 10,9 ct
Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Wärmepumpentarif und eigenem Zähler Ø 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis im Jahr (VZ NRW) 3,4 kWh (Fraunhofer ISE) rund 7,1 ct plus Grundpreis
Gas 11,93 ct/kWh (BDEW, 08/2026) Kesselverluste nicht eingerechnet 11,93 ct je kWh Gas

Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe übers Jahr aus 1 kWh Strom macht. Fraunhofer ISE hat in Bestandsgebäuden für Luft/Wasser-Wärmepumpen im Mittel 3,4 gemessen, mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Beim Gas fehlen in der Tabelle die Verluste des Kessels, die Wärme ist also etwas teurer als 11,93 ct.

Für die Größenordnung reicht das: Strom direkt kostet je kWh rund dreimal so viel wie Gas. Gegenüber der Wärmepumpe mit Haushaltsstrom ist es rund das 3,4-Fache, genau die Jahresarbeitszahl. Die Durchschnittspreise sind Stand August 2026; Ihr Tarif kann abweichen.

Warum dann überhaupt elektrisch? Weil bei wenigen Betriebsstunden der Preis je kWh kaum ins Gewicht fällt. Der 600-W-Heizstab mit einer Stunde täglich braucht 18 kWh im Monat: mit Strom 6,66 €, rechnerisch mit Gas gut 2 € ohne Kesselverluste. Dafür braucht ein elektrischer Badheizkörper keine Heizungsrohre und keinen Anschluss an die Zentralheizung.

Planen Sie ohnehin den Umstieg auf eine Wärmepumpe? Dann lesen Sie im Leitbeitrag zu Heizkörpern für die Wärmepumpe, worauf es bei niedriger Vorlauftemperatur ankommt.

Wann ist eine Elektroheizung sinnvoll – und wann nicht?

Ob es sinnvoll ist, mit Strom zu heizen, hängt an der Laufzeit. Je weniger Stunden im Jahr ein Raum Wärme braucht, desto eher lohnt sich Strom. Je mehr Fläche und Stunden, desto teurer wird es. Die Übersicht ordnet typische Fälle ein.

Elektroheizung: sinnvoll oder teuer? Einordnung typischer Fälle
Situation Sinnvoll? Warum
Bad oder Gäste-WC vor der Nutzung kurz aufheizen ja kurze Laufzeit, Timer begrenzt die Kosten
Übergangszeit, Zentralheizung schon aus ja wenige Wochen, wenige Stunden am Tag
Handtücher im Sommer trocknen ja, mit kleiner Leistung Handtuchwärmer mit 100 bis 250 W oder Heizstab mit niedriger Temperatur und Timer
Selten genutztes Gästezimmer meist ja keine Heizungsrohre nötig, Kosten nur an Nutzungstagen
Bad in der Mietwohnung ohne passenden Heizungsanschluss ja steckerfertiges Gerät an vorhandener, geeigneter Steckdose; Wandmontage vorher mit dem Vermieter abstimmen
Ganze Wohnung als Hauptheizung meist nein laufende Kosten grob zwei- bis dreimal so hoch wie mit Gas; Rechtslage nach § 46 GModG
Ungedämmter Altbau als reine Stromheizung nein hoher Wärmebedarf mal höchster Preis je kWh
Neubau mit sehr geringem Wärmebedarf im Einzelfall prüfen wenige kWh, aber der Preis je kWh bleibt hoch; Rechtslage vorher klären

Sollen nur die Handtücher trocken werden, genügt ein steckerfertiger Handtuchwärmer mit kleiner Leistung und Timer. Die drei Modelle haben laut Datenblatt 100 bis 250 W je nach Größe, eine Temperaturwahl von 30 bis 60 °C und einen Timer bis 8 Stunden.

Steckerfertige Handtuchwärmer mit kleiner Leistung und Timer

Was sagt das Gebäudemodernisierungsgesetz zu Stromdirektheizungen?

Das frühere Gebäudeenergiegesetz (GEG) heißt seit seiner Neufassung Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Den Einbau von Stromdirektheizungen regelt seit dem 29.07.2026 § 46 GModG. Danach darf eine Stromdirektheizung in ein bestehendes Gebäude mit Wohnungen nur eingebaut werden, wenn das Gebäude die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz um mindestens 30 % unterschreitet.

Für Wohngebäude verweist das Gesetz dabei auf die Neubau-Anforderung des § 16 GModG. Das Gebäude muss also deutlich besser gedämmt sein als ein neues Haus nach Mindeststandard.

Zwei Ausnahmen nennt das Gesetz. Die Regel gilt nicht für Gebäude mit höchstens zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine selbst bewohnt. Und sie gilt nicht, wenn eine bestehende Einzelraum-Stromdirektheizung ausgetauscht wird. Die Vorschrift steht im Zusammenhang mit dem Ersatz einer Heizungsanlage (§ 42 GModG).

Ob ein einzelner elektrischer Badheizkörper neben der Zentralheizung darunter fällt, sagt der Wortlaut nicht ausdrücklich. Das hier ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung. Wollen Sie die Heizung eines Hauses oder einer Wohnung auf Strom umstellen, klären Sie das vorher mit einer Energieberatung oder dem Fachbetrieb.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

  • Vorteil: keine Heizungsrohre, kein Anschluss an die Zentralheizung, steckerfertige Geräte ohne Umbau.
  • Vorteil: raumweise und nur bei Bedarf, unabhängig davon, ob die Zentralheizung läuft.
  • Nachteil: der höchste Preis je kWh Wärme aller hier verglichenen Heizarten.
  • Nachteil: Festanschluss und neue Steckdosen nur durch die Elektrofachkraft; mehrere starke Geräte an einem Stromkreis sollte sie vorher beurteilen.

Mischbetrieb: Heizstab nur für die Zeit ohne Zentralheizung

Hängt im Bad schon ein Badheizkörper an der Zentralheizung, gibt es einen Mittelweg. Im Winter heizt das Warmwasser der Heizung, außerhalb der Heizperiode übernimmt ein Heizstab. So läuft der Strom nur in den Wochen, in denen die Heizung aus ist, und meist nur kurz. Wie die Betriebsarten im Detail funktionieren, erklärt der Beitrag Elektro-, Warmwasser- oder Mischbetrieb.

Beim Kauf eines Heizstabs zählt nicht nur die Leistung. Prüfen Sie das Gewinde, bei unseren ROTHLER-Stäben G ½″. Prüfen Sie die Stablänge, laut Datenblatt rund 550 mm bei 600 W und 760 mm bei 1.000 W, die ins senkrechte Rohr passen muss. Und prüfen Sie, ob die Steckdose in Reichweite des rund 1,2 m langen Kabels liegt.

Der Heizkörper braucht außerdem einen freien Anschluss unten für den Stab, je nach Modell eine eigene Muffe oder ein T-Stück im unteren Anschluss. Bei unseren Serien ist Mischbetrieb nur mit vier Anschlüssen unten möglich, etwa bei PANDEMA und ALPIYA. Zum Einsetzen des Stabs muss der Heizkörper entleert werden. Das gehört in die Hände des Heizungsfachbetriebs.

Welche Leistung zu Ihrem Heizkörper passt, gibt dessen Hersteller vor, nicht die Raumgröße. Weitere Modelle finden Sie in der Kategorie Heizstäbe.

Die Stäbe in dieser Auswahl regeln laut Datenblatt die Heizkörpertemperatur und haben einen Timer bis 8 Stunden.

Heizstäbe zum Nachrüsten für den Mischbetrieb

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Elektroheizung mit Photovoltaik: Wann der eigene Strom hilft

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sinken die Stromkosten der Elektroheizung, aber nur in den Stunden, in denen die Anlage Strom liefert. Im Winter, wenn der Heizbedarf am größten ist, erzeugt sie wenig. Dann kommt der Strom aus dem Netz zum normalen Preis. Im Herbst und Frühjahr und zur Mittagszeit passen Erzeugung und Bedarf eher zusammen.

Kostenlos ist auch der eigene Strom nicht. Jede selbst verheizte kWh hätten Sie sonst eingespeist und vergütet bekommen. Für neue Dachanlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung und Inbetriebnahme ab dem 01.08.2026 beträgt die Vergütung 7,70 ct/kWh (Bundesnetzagentur, Stand Oktober 2026; der Satz sinkt in regelmäßigen Schritten). Eine Stunde mit dem 1.000-W-Heizstab kostet Sie dann rund 8 ct entgangene Vergütung statt 37 ct aus dem Netz.

Für ältere Anlagen setzen Sie Ihren eigenen Vergütungssatz ein. Praktisch heißt das: Legen Sie die Laufzeit auf die Mittagsstunden, etwa mit dem Wochenplan eines smarten Heizstabs. Ob über das Jahr genug Solarstrom zur Verfügung steht, hängt von Anlage, Ausrichtung und Wetter ab.

So senken Sie die Stromkosten der Elektroheizung

Der Preis je kWh steht fest, beeinflussen können Sie die Zahl der kWh. Diese Punkte helfen dabei:

  • Temperatur senken: Je niedriger die Solltemperatur des Heizkörpers, desto früher schaltet der Regler ab. Die ROTHLER-Stäbe haben dafür laut Datenblatt einen ECO-Modus mit 50 °C.
  • Timer nutzen: Schalten Sie den Badheizkörper eine bis zwei Stunden vor dem Duschen ein, statt ihn den ganzen Tag laufen zu lassen.
  • Wochenprogramm einstellen: Der ROTHLER SMART Wi-Fi hat feste Zeitprogramme und einen stundengenauen Wochenplan per App. Das hilft, wenn Ihr Alltag einem festen Rhythmus folgt.
  • Tür schließen: Die Wärme bleibt im Bad, statt in Flur und Nachbarräume abzuwandern.
  • Gerät zur Aufgabe wählen: Für trockene Handtücher reicht ein Handtuchwärmer mit kleiner Leistung. Soll das Bad warm werden, braucht es einen größeren Heizkörper. Welcher Heizstab zu ihm passt, gibt der Hersteller vor. Mehr Watt verkürzt das Aufheizen, die Wärme für den Raum kostet aber gleich viel.
  • Tarif vergleichen: Legen Sie den Arbeitspreis Ihres Stromvertrags neben die 37,0 ct/kWh aus der Tabelle. Jeder Cent weniger senkt alle Werte entsprechend.

Lohnt sich ein Heizstrom- oder Nachtstromtarif?

Für einen elektrischen Badheizkörper meist nicht. Heizstromtarife werden für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen angeboten, idealerweise mit eigenem Zähler (Verivox, Stand Juni 2026). Ein steckerfertiger Badheizkörper hängt am normalen Haushaltszähler. Er läuft, wenn Sie ins Bad gehen, und nicht nachts.

Auch die Größenordnung spricht dagegen. Für Wärmepumpentarife mit eigenem Zähler hat die Verbraucherzentrale NRW im Mittel 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis im Jahr ermittelt. Ein Badheizkörper mit 50 kWh im Monat würde gegenüber 37,0 ct/kWh rund 78 € im Jahr sparen – weniger als allein dieser Grundpreis.

Häufige Fragen

Ist eine Elektroheizung ein Stromfresser?

Je kWh Wärme ist Heizen mit Strom teurer als mit Gas oder Wärmepumpe. Ob die Elektroheizung zum Stromfresser wird, entscheidet aber die Laufzeit. Ein 600-W-Heizstab, der eine Stunde täglich läuft, braucht höchstens 18 kWh im Monat. Ein Heizlüfter mit 2.000 W, der acht Stunden am Tag durchläuft, kommt auf 480 kWh – bei 37,0 ct/kWh rund 178 € im Monat.

Wie viel kostet eine Elektroheizung im Monat für 20 m²?

Als grobe Rechnung: co2online nennt für 70 m² im Mehrfamilienhaus einen mittleren Gasverbrauch von 8.400 kWh im Jahr. Direkt elektrisch sind es etwas weniger, grob 7.000 bis 8.400 kWh. Auf 20 m² umgerechnet ergibt das etwa 2.000 bis 2.400 kWh, also rund 740 bis 890 € im Jahr bei 37,0 ct/kWh. Im Schnitt sind das 62 bis 74 € im Monat. Im Winter liegt der Monat deutlich darüber, im Sommer fällt fast nichts an.

Steckerfertig oder Festanschluss: Was ist beim elektrischen Badheizkörper besser?

Bei den Stromkosten gibt es keinen Unterschied, beide verbrauchen je Stunde gleich viel. Steckerfertig ist praktisch, wenn eine geeignete Steckdose außerhalb der Schutzbereiche in Kabelreichweite liegt. Dann ist kein Umbau nötig. Ein Festanschluss kommt ohne sichtbaren Stecker aus, braucht aber eine Anschlussdose, die nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb setzen und anschließen darf.

Kann eine Elektroheizung die Hauptheizung ersetzen?

Technisch ja, wirtschaftlich meist nicht. Eine 70-m²-Wohnung kostet direkt elektrisch grob 2.600 bis 3.100 € im Jahr, mit Gas laut co2online im Mittel 1.170 €. Rechtlich setzt § 46 GModG Grenzen: In bestehende Gebäude mit Wohnungen dürfen Stromdirektheizungen nur bei sehr gutem Wärmeschutz eingebaut werden, mit Ausnahmen. Klären Sie das vorher mit Energieberatung oder Fachbetrieb.

Was kostet es, einen Handtuchwärmer den ganzen Tag laufen zu lassen?

Ein PLUG-AND-HEAT mit runden Rohren in 60 × 120 cm hat laut Datenblatt 190 W. Liefe er 24 Stunden mit voller Leistung, wären das 4,56 kWh am Tag, bei 37,0 ct/kWh rund 1,69 € und etwa 51 € in 30 Tagen. Das ist der Höchstwert: Der Regler schaltet ab, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist, und mit dem Timer lässt sich die Laufzeit auf bis zu 8 Stunden begrenzen.

Lohnt sich ein smarter Heizstab mit App?

Er lohnt sich, wenn Sie dadurch kürzer heizen. Der ROTHLER SMART Wi-Fi hat laut Datenblatt feste Zeitprogramme und einen stundengenauen Wochenplan per App. So heizt der Badheizkörper nur vor dem Duschen und nicht den ganzen Tag, bei gleicher Leistung wie der Heizstab ohne App. Wer ohnehin von Hand ein- und ausschaltet, spart damit nichts zusätzlich.

Passend im Shop: Badheizkörper ElektrischHandtuchheizkörper ElektrischHeizstäbe

Quellen

  1. BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026 (abgerufen 2026-10-08)
  2. BDEW-Gaspreisanalyse August 2026 (abgerufen 2026-10-08)
  3. Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen (20.02.2026) (abgerufen 2026-10-08)
  4. Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau effizient (Presseinformation 03.11.2025) (abgerufen 2026-10-08)
  5. co2online: Heizkosten pro m² im Vergleich (abgerufen 2026-10-08)
  6. Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) § 46 Einbau einer Stromdirektheizung (abgerufen 2026-10-08)
  7. Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) § 42 (abgerufen 2026-10-08)
  8. Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) § 16 Baulicher Wärmeschutz (abgerufen 2026-10-08)
  9. Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und Fördersätze (abgerufen 2026-10-08)
  10. Verivox: Heizstrom (abgerufen 2026-10-08)
  11. Elektro-Innung Karlsruhe: Neue VDE-Bestimmung für Orte mit Badewanne oder Dusche (abgerufen 2026-10-01)
  12. Datenblatt Handtuchwärmer PLUG-AND-HEAT mit runden Rohren (abgerufen 2026-10-08)
  13. Datenblatt Handtuchwärmer PLUG-AND-HEAT kompakt mit eckigen Rohren (abgerufen 2026-10-08)
  14. Datenblatt Handtuchwärmer PLUG-AND-HEAT mit eckigen Rohren (abgerufen 2026-10-08)
  15. Datenblatt Heizstab ROTHLER ESSENTIAL (abgerufen 2026-10-08)
  16. Datenblatt Heizstab ROTHLER SMART Wi-Fi (abgerufen 2026-10-08)

Stand: Oktober 2026 · Redaktion Design Heizungen

Passend im Shop: elektrische Badheizkörper Heizstäbe